Unser Museum

Thomas v. Lüpke – Dr. Christian v. Boetticher – Klaus Baron v. Hahn

Die Wiedereröffnung des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg (OL), nun mit der lange erwarteten Deutschbaltischen Abteilung, liegt schon mehr als ein halbes Jahr zurück. Der Festakt in der St. Johanniskirche mit über 800 Gästen, darunter den Botschaftern Estlands, Lettlands und Litauens sowie führenden Repräsentanten von Bund, Land und Stadt, war ein imposanter Beweis für das große öffentliche Interesse.

Museum webDie Rückmeldungen der Besucher aus nah und fern sind ganz überwiegend positiv: Herrn Dr. Mähnert und seinem Team sind sowohl die Modernisierung als auch die Erweiterung sehr gut gelungen. Der Höhepunkt war jüngst der Besuch des Präsidenten der Republik Lettland S.E. Raimonds Vējonis.

 Wir haben sehr gute Beziehungen zu drei EU-Mitgliedsstaaten mitgebracht. Jahrzehntelang sind wir auf allen Kanälen dafür eingetreten, ein Museum zu bekommen, schließlich hat der Bundestag 2016 beschlossen, dass der regionale Kernauftrag des OL um eine deutsch-baltische Abteilung vergrößert wird, um ihm die Möglichkeit zu geben, die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit der Region der baltischen Staaten als neuer Bezugsregion auf- und auszubauen. Darüber hinaus sollen besondere Akzente finanziert werden wie z.B. zum 300. Geburtstag Immanuel Kants im Jahr 2024.

 Für uns war es eine besondere Freude, unser Museumsprojekt über die Ziellinie zu begleiten. Um historische Ereignisse einzuordnen, brauchen wir Museen. Wir kennen meist nur eine von mehreren relevanten Perspektiven. Deshalb ist das OL ebenso für unsere Nachkommen wie für Besucher ohne baltische Wurzeln da.

Natürlich ist unsere Überlieferung geprägt von einer Auswahl an Fakten. Als Beteiligte haben wir etwas beizutragen. Es ist aber zweckmäßig, die professionelle Aufbereitung dieses Teils der europäischen Geschichte Profis wie den Herren Dr. Mähnert und Dr. Eckert zu übertragen. Es ist „unsere Geschichte“, aber eben nicht allein unsere. Da unsere baltischen Themen integraler Bestandteil des Museumskonzeptes sind, haben wir allen Grund mit dieser Institution zu kooperieren und uns über ihre Existenz zu freuen.

Neben dem Brömsehaus, dem Reinhard-Zinkann-Haus und Schloss Höhnscheid ist unser Museum eine unserer Plattformen für Begegnungen. Bund und Land haben € 8 Mio. eingeplant für die nun anstehende Kant-Erweiterung, die Arbeit geht weiter. Damit wird das Thema Aufklärung in den Fokus rücken – ein großes Thema nicht nur für Ostpreußen und Deutschbalten, sondern für alle Europäer und ihre Gäste aus aller Welt. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir diese Brücke in Richtung Baltikum ausbauen, die zum Frieden in Europa beiträgt.

Wenn Sie Kulturgut besitzen, das Sie unserem Museum zukommen lassen möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!! Die DKS hat dem OL ein Nutzungsrecht an allen ihren Schätzen zugesichert. So bleibt Ihr Kulturgut dauerhaft in deutschbaltischer Hand und steht dem Museum jederzeit zur Verfügung.

 

Prominente Hilfe im Carl-Schirren Archiv

Der von der Carl-Schirren-Gesellschaft unter Leitung von Dr. Schalhorn gestellte Förderantrag zur „Sicherung und Erschließung der Sammlungsbestände im Carl-Schirren-Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung“ ist von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Prof. Monika Grütters MdB genehmigt worden.
Mit Herrn Dr. Peter Wörster konnte die Carl Schirren-Gesellschaft nun eine der erfahrensten Archivfachkräfte für die gestellte Aufgabe gewinnen.
Dr. Wörster war bis 2016 Leiter der Dokumentesammlung des Herder-Instituts in Marburg und hat der Dokumentesammlung mit seiner Konzentration auf die Sammlung von baltischem Archivgut ein starkes baltisches Profil gegeben.

Dr. Wörster wird in Lüneburg folgende Aufgaben übernehmen:

- Überprüfung der Notwendigkeit und ggf. Einleitung möglicher konservatorischer Maßnahmen.
 - Erfassung ggf. Transliterierung und Digitalisierung der bestehenden Erschließungsunterlagen.
 - Prüfung des rechtlichen Status der einzelnen Bestände.
 - Erstellung von Bestandsübersichten.
 - Vorbereitung einer archivfachlich vertiefenden Erschließung.

 Dr Wörster 01

 

Die Carl-Schirren-Gesellschaft freut sich auf die professionelle Hilfe - Dr. Wörster wurde am 20. November 2017 durch die stellvertretende Vorsitzende des Deutsch-Baltischen Kulturwerks Editha Kroß begrüßt und von der Leiterin des Carl-Schirren-Archivs Renate Adolphi sowie Dr. Bernhard Schalhorn als Projektleiter eingeführt.

Würdigung des Carl-Schirren-Archivs

Der von der Carl-Schirren-Gesellschaft unter Leitung von Dr. Schalhorn gestellte Förderantrag „Sicherung und Erschließung der Sammlungsbestände im Carl-Schirren-Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung “ ist von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Prof. Monika Grütters MdB genehmigt worden.

Wortwörtlich bezeichnet die Staatsministerin das Carl-Schirren-Archiv als „eine der bedeutendsten Sammlungen deutschbaltischer Archivüberlieferungen“ – ein Kompliment für unsere Arbeit und die zuverlässige Unterstützung vieler Deutschbalten beim Aufbau unseres Archivs.

Das Carl-Schirren-Archiv kann nun mit Hilfe einer erfahrenen Archivkraft fachgerecht geordnet und verzeichnet und damit sowohl der privaten wie auch der wissenschhaftlichen Nutzung leichter zugänglich gemacht werden.

Wichtige Fortschritte des Ostpreußischen Landesmuseums

Die 68. Deutsch-Baltischen Kulturtage werden wir am Abend des 22. September 2017 im Ostpreußischen Landesmuseum eröffnen. "Am 24. September wird Botschafter Dr. Laanemäe im Lüneburger Rathaus im Namen von mehr als 400 Millionen EU-Bürgern zu uns sprechen.  2018 werden die Republiken Estland, Lettland und Litauen ihre 100-Jahr-Feiern begehen. Ihren Platz in Europa zu festigen, dazu wollen insbesondere unser Museum und unser Jugendwerk beitragen", so Thomas von Lüpke, Vorsitzender des Deutsch-Baltischen Kulturwerks beim Festakt im Hamburger Rathaus am 12. Mai 2017. Und er fuhr fort:

"2024 wird Europa den 300. Geburtstag Immanuel Kants feiern. Bis dahin wollen wir unser Museum in Lüneburg zu einer Begegnungsstätte von internationaler Bedeutung ausbauen. Mit der weltweit größten Kantsammlung soll dieses Museum für die Geschichte der Aufklärung stehen. Dass die wichtigsten Schriften Kants zuerst in Riga gedruckt wurden, ist nur ein Beispiel für die Bedeutung der Aufklärung für die baltische Geschichte – wie sie in Seminarbänden und Jahrbuchartikeln nachzulesen ist. Mit dieser Sammlung verstärkt das Museum die Lüneburger Plattform unseres Jugendwerks, das für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit eintritt."

Wechsel in der Geschäftsführung

Frau Witjes kl

"Seit Januar 2017 wird die gemeinsame Geschäftsstelle unseres Kulturwerks und unseres Jugendwerks durch Frau Annette Witjes geleitet. Frau Witjes hat damit nicht nur breit gefächerte Verwaltungsaufgaben in der Geschäftsführung des Deutsch-Baltischen Kulturwerkes übernommen, sondern unterstützt darüber hinaus auch das in Lüneburg und Darmstadt ansässige Deutsch-Baltische Jugendwerk.

Wir freuen uns über die in allen Belangen gute Zusammenarbeit!"